Spielen - Lernen – Arbeiten: Hochschullernwerkstätten zwischen Kooperation und Kollaboration: Unter diesem Titel treffen sich von 13. bis 15. Februar 2019 am Campus Brixen der Freien Universität Bozen rund 150 PädagogInnen aus ganz Europa zur 12. Internationalen Tagung der Hochschullernwerkstätten.

Welche Umgebung und welche Beziehungen fördern Lernprozesse, wie können didaktische Materialien am besten im Unterricht oder Kindergartenalltag eingesetzt werden und oder wie das Forschungsinteresse von Kindern, Jugendlichen, aber auch Studierenden durch einen spielerischen Zugang zu Lern- und Lehraktivitäten geweckt werden? Antworten auf solche Fragen werden seit Herbst 2016 auch in der Lernwerkstatt der Fakultät für Bildungswissenschaften gesucht. Am Campus Brixen bietet die Lernwerkstatt als Teil der Fakultätsprojekts EduSpace eine offene Lernumgebung mit Literatur und Lehrmaterialien zu den jeweiligen Fachbereichen, in denen didaktisches Erproben, Denken und Gestalten ermöglicht wird. Damit können Studierende wie Wissenschaftler Ideen für Bildungsaktivitäten entwickeln und überprüfen.

Einen breiten internationalen Austausch zu diesem immer beliebteren Format gibt es von 13. bis 15. Februar 2019 bei der Internationalen Tagung der Hochschullernwerkstätten, die in ihrer zwölften Auflage erstmals nach Südtirol kommt. Auf Einladung der Fakultät für Bildungswissenschaften der unibz und der wissenschaftlichen Leiterin des Projektes EduSpace Prof.in. Ulrike Stadler-Altmann werden sich rund 150 Pädagoginnen und Pädagogen aus ganz Europa in Foren, Vorträgen und Workshops zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen mit Hochschullernwerkstätten austauschen. Das Tagungsthema „Spielen - Lernen - Arbeiten. Hochschullernwerkstätten zwischen Kooperation und Kollaboration“ spiegelt laut Prof.in. Stadler-Altmann den Anspruch wider, mit dem auch in der EduSpace - Lernwerkstatt der unibz didaktisches Denken gelehrt und gelernt wird: „Nur eine vorbereitete und didaktisch vorgedachte Umgebung kann Spielen, Lernen und Arbeiten ermöglichen – für Lernende jeden Alters“, ist Ulrike Stadler-Altmann überzeugt.

Unterstützt wird dieses Konzept von der Universitätsbibliothek. Am Campus Brixen wurden laut ihrer Leiterin Gerda Winkler durch die Integration der Lernwerkstatt in die Bibliotheksräume differenzierte Lern- und Leseräumen geschaffen, in denen Lernen in all seinen Facetten ermöglicht werden soll. „Für die Internationale Tagung der Hochschullernwerkstätten ist Brixen ein mehr als geeigneter Ort“, sagt die Verantwortliche der Universitätsbibliothek. „Die TeilnehmerInnen können sich selbst ein Bild der gegebenen Raumkonzeption von Bibliothek und Lernwerkstatt an der Universität machen.“

Die drei parallelen Veranstaltungsstränge der Tagung werden jeweils von einem Hauptvortrag umrahmt. Prof. Dario Ianes von der unibz beleuchtet das Potenzial von Lernwerkstätten für die Inklusion. Prof. Peter Barrett von der University of Salford, Manchester stellt seine Studie „Clever Classroom“ zum Einfluss der Lernumgebung auf den Lernerfolg von Kindern vor, während Prof. em. Werner Wiater von der Universität Augsburg ausführt, welchen Beitrag Lernwerkstätten in Zeiten des digitalen Lernens leisten können.

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