Welche Antworten hat die Wissenschaft auf aktuelle Herausforderungen der Land- und Forstwirtschaft: die Tagung AISSA #under40 bringt 200 junge Forscher*innen nach Bozen.

Auf Padua und Sassari folgt Bozen: Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Associazione Italiana Società Scientifiche Agrarie die Tagung AISSA #under40. Ein Treffpunkt von Wissenschaftler*innen unter 40, die in unterschiedlichen Disziplinen an Themen der Land- und Forstwirtschaft forschen – ob Ökonomie, Tierhaltung, Pathologie und Entomologie, Lebensmittelwissenschaften oder Agrar- und Lebensmitteltechnik. Rund 200 Teilnehmende beschäftigen sich am 14. und 15. Juli in drei Sessionen mit Fachvorträgen sowie in Diskussionsrunden mit wissenschaftlichen Antworten auf die epochalen Herausforderungen, vor denen die Agrar- und Forstwirtschaft aktuell steht: von den Zielvorgaben zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen, einem effizienteren und verringertem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln und Antibiotika bis hin zum Ausbau der Biolandwirtschaft.

Die Themenfelder, zu denen sich der wissenschaftliche Nachwuchs in diesem Bereich in Bozen austauscht, reicht von Konzepten wie Carbon Farming bis hin zu Technologien der Smart Agriculture oder Climate Smart Forestry, von angewandter Mikrobiologie über Tierwohl bis hin zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Böden und Wasservorräten. „Eines der wichtigsten Ziele dieser Tagung besteht aber darin, junge Forscherinnen und Forscher unter 40 Jahren zusammen zu bringen und ihren Austausch zu fördern. Denn sie sind es, die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wissenschaftliche Antworten auf die großen offenen Fragen in Land- und Forstwirtschaft geben sollen und dafür ist es immer unumgänglicher, multidisziplinär zusammenzuarbeiten“, erklärt Damiano Zanotelli, Forscher an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik und organisatorischer Verantwortlicher der Tagung. „Umso wichtiger ist auch für uns als Fakultät für Naturwissenschaften und Technik, die diesjährige Ausgabe der AISSA #under40 auszurichten und damit unser italienweites Netzwerk auszubauen.“

Der wissenschaftliche Part der Tagung wird am Freitagnachmittag durch Vorträge geladener Expert*innen zur europäischen Forschungslandschaft, zur Bedeutung von Wissenschaftskommunikation und zu Herausforderungen und Chancen des ökologischen Wandels aus unterschiedlichen Perspektiven ergänzt. Am Samstag, 16. Juli, werden drei Exkursionen zu Südtiroler Betrieben angeboten: im Bereich Obst- und Weinbau stehen die Kellerei Meran und der Reaslerhof in Plaus auf dem Programm; im Bereich der Forstwirtschaft die Forstschule Latemar mit ihrem Aufforstungsprogramm nach dem Sturmtief Vaia sowie im Bereich der Viehwirtschaft der Tantscherhof und der Bio-Ziegenhof David’s Goashof in Lajen sowie der Barbianer Betrieb Aspinger Raritäten, wo über 800 vergessene Obst- und Gemüseraritäten angebaut werden. 

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