Ein Großteil der Söhne und Töchter von Migranten in Südtirol sind im schulpflichtigen Alter. Was wissen wir von ihnen? Wie ergeht es ihnen in der Schule, wie gut gelingt der Sprung in die Arbeitswelt? Welchen besonderen Herausforderungen sehen sie sich gegenüber? Zu all diesen Aspekten befragten die Minderheitenexperten von Eurac Research in den vergangenen Monaten Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie Vertreter der Bildungs- und Arbeitswelt. Um ihren Einblick noch zu vertiefen, bezogen die Forscher vergangene Woche eine vierte Klasse des Bozner Sprachengymnasiums „G. Carducci“ in ihre Studie ein.

 

Fünfzehn Mädchen und drei Jungen zwischen 16 und 17, einige mit Eltern ausländischer Herkunft, haben eine Woche lang gemeinsam mit den Minderheitenforscherinnen von Eurac Research an Themen wie Gleichberechtigung und Chancengleichheit gearbeitet. Sie diskutierten, erlebten in Rollenspielen, was Diskriminierung bedeutet, und erfuhren, wie Wissenschaftler an diesen für die Gesellschaft so bedeutungsvollen Themen forschen. „Wir haben gelernt, wie man ein Interview aufbaut oder einen Fragebogen erstellt, und wie die gesammelten Daten dazu dienen können, unsere Gesellschaft zu verbessern", erklärt eine der Schülerinnen.

In den nächsten Monaten werden die Schüler ihr Wissen vertiefen, bevor sie es im Juni dann in die Praxis umsetzen können: Sie werden Altersgenossen interviewen und die Ergebnisse in einem Bericht zusammenfassen. Hauptthema: die Rolle der Eltern im Übergang ihrer Kinder von der Schule in die Arbeitswelt. „Wir haben uns für dieses Thema entschieden, weil unsere Studien in den letzten Monaten gezeigt haben, dass Eltern einen wesentlichen Einfluss darauf haben, wie gut die Jugendlichen in der Schule zurechtkommen und den Übergang in die Arbeitswelt meistern", erklärt die Forscherin Martha Jiménez-Rosano von Eurac Research, die die Schüler während der Woche betreut hat.

Die Arbeit der Schüler wird den Forscherinnen helfen, die Situation der Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Südtirol noch eingehender zu untersuchen. „Wie in anderen europäischen Ländern ist auch in Südtirol die Zuwanderung ein Dauerphänomen, und die aktuelle Situation zu verstehen ist der erste Schritt, um sich besser auf eine Zukunft vorzubereiten, die wir mit immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund teilen werden", sagt Jiménez-Rosano.

Den Gymnasiasten bietet das Projekt die Möglichkeit, in die Welt der Forschung einzutauchen, die wissenschaftlichen Methoden der Sozialwissenschaften kennenzulernen und sich mit dem Thema Vielfalt auseinanderzusetzen.

Bis zum Herbst 2018 soll die Studie abgeschlossen sein.

 

Related Articles

Article
Crowdfunding: il narcisismo è nemico del successo

“Il progetto più bello del reame”. In che modo il narcisismo può ostacolare il successo di una campagna di crowdfunding? Lo ha scoperto una ricerca di Paola Rovelli e Vincenzo Butticé, ricercatori del Centro per il Family Business Management e della MIP School of Business del Politecnico di Milano che hanno esaminato circa 60.000 campagne di crowdfunding su Kickstarter. I risultati? Mantenere un profilo basso, improntato all’oggettività, può costituire un vantaggio rispetto a chi si propone in maniera eccessivamente improntata all’autoaffermazione.

Article
Le imprese familiari? Crescono più delle altre

Un nuovo studio del Centro per il Family Business della Libera Università di Bolzano dimostra che le imprese familiari vantano tassi di crescita mediamente più elevati rispetto alle concorrenti non familiari. Pubblicata sulla rivista Entrepreneurship Theory and Practice, la ricerca si basa sui dati relativi a un periodo di dieci anni e realtà imprenditoriali di 43 Paesi ed è il primo studio longitudinale ad affrontare la questione della crescita delle imprese familiari con dati da tutto il mondo.

Article
Covid-19: L’efficacia delle regole dipende dalle aspettative sulla loro durata

Un contributo alla gestione ottimale delle misure di contenimento della pandemia in atto arriva dell’economia sperimentale. Uno studio, condotto da quattro economisti italiani e pubblicato sui Working Papers del National Bureau of Economic Research (NBER WP), evidenzia come il rispetto delle restrizioni decise dal governo italiano per contenere la diffusione del coronavirus sia strettamente legato alla percezione di quanto tali misure si estenderanno nel tempo.

Interview
Inclusione scolastica. Cosa cambia con il Covid-19?

AI tempi del Coronavirus anche la scuola cambia, si stravolge, continua nonostante tutto. A rendere possibile il proseguimento delle lezioni ci pensa l’informatica e anche chi era più restìo all’utilizzo di risorse online o a collegarsi in videoconferenza, si trova alle prese con piattaforme di ogni genere che rendono permeabili al sapere i muri (di casa) che ci separano. Ma se da una parte è un’opportunità per rivedere la didattica e misurare quanto è al passo con i tempi, lo spostamento delle lezioni online fa emergere con forza le differenze e il tema dell’inclusione si arricchisce di nuove sfumature.